Spielmannszug
In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg mehrten sich
die Jubiläen der einzelnen Kolpingsfamilien. Zu diesen Jubiläen gehörten
auch immer große Handwerkerumzüge die durch Musik begleitet wurden.
Im Juni 1949
entschloss sich die Kolpingsfamilie Horst-Emscher einen eigenen
Spielmannszug zu gründen, der in den folgenden Jahren in der näheren
und weiteren Umgebung sehr beachtet und gefragt war. Als Besonderheit
sei hier erwähnt, dass der Spielmannszug in der Lage war mit anderen
Blasorchester zusammenspielen zu können. Der Spielmannszug wurde 1955
dem Stinnes Werksorchester angegliedert. Viele Veranstaltungen wie
Platzkonzerte, Sängerfeste und der große Zapfenstreich wurden
gemeinsam in den traditionellen Knappentrachten durchgeführt. Die
Zusammenarbeit endete mit der Stillegung der Schachtanlage Mathias
Stinnes.
In den 50er und
60er Jahren nahm der Spielmannszug auch an verschiedenen Wettstreiten
und Freundschaftstreffen der Spielleute teil, wo er unzählige Pokale
und Ehrungen errungen hat.
Die Mitwirkung
bei Kolpingveranstaltungen und Handwerkerumzügen ging zu diesem
Zeitpunkt stetig voran. Zudem wurde auch auf vielen Schützenfesten und
auf Turnfesten aufgespielt.
In den 70er und
80er Jahren gab es dann einschneidende Veränderungen. Aus beruflichen
und familiären Gründen sank die Personalstärke auf ca. 15-20
Personen. Des weiteren schwand die Bereitschaft, einen großen Teil der
Freizeit dem Spielmannszug der Kolpingsfamilie Horst-Emscher zu opfern,
und das sehr gute Leistungsniveau zu halten. Man zog sich langsam von
der Bühne der Wettstreite und dreitägigen Schützenfeste zurück. Auch
das Durchschnittsalter der Spielleute stieg stetig an, so dass es immer
schwieriger wurde eine schlagkräftige Truppe für die Ausmärsche zu
stellen.
Der harte Kern
blieb dem Motto "Gut
Spiel"
treu und trotzte allen Schwierigkeiten, so dass der Spielmannszug auch
heute noch aktiv ist und weiterhin diverse Feste mit seiner Musik
begleitet. Auch heute tritt der Spielmannszug noch in einer Spielstärke
von 10-14 Spielleute auf. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch
zwei Personen (Bernhard Knittel und Johannes Weinforth) aktiv im
Spielmannszug tätig.
Die Bandbreite
der heutigen Auftritte erstreckt sich über die Teilnahme an
Pfarrfesten, Bezirksfeste, Karnevalsveranstaltungen, Geschäftseinweihungen/-jubiläen,
Geburtstagsständchen, Familienfeierlichkeiten, Vereinsfeste jeglicher
Art und St. Martins-Umzügen.
Die Proben
finden heute noch wöchentlich am Mittwoch Abend statt. Nach dem Abriss
des Kolpinghauses zog der Spielmannszug in den Pfarrsaal der
Pfarrgemeinde St. Laurentius in Horst-Süd, wo er sich für die
kommenden Auftritte vorbereitet.
Gut
Spiel
Spielmannszug
der Kolpingsfamilie Horst-Emscher
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